{"id":871,"date":"2025-11-14T11:00:08","date_gmt":"2025-11-14T11:00:08","guid":{"rendered":"https:\/\/swen-mercer.com\/de\/paris-gedenkt-der-opfer-der-terroranschlage-vom-13-november-2015\/"},"modified":"2025-11-14T11:00:08","modified_gmt":"2025-11-14T11:00:08","slug":"paris-gedenkt-der-opfer-der-terroranschlage-vom-13-november-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/swen-mercer.com\/de\/paris-gedenkt-der-opfer-der-terroranschlage-vom-13-november-2015\/","title":{"rendered":"Paris gedenkt der Opfer der Terroranschl\u00e4ge vom 13. November 2015"},"content":{"rendered":"<p>Oh l\u00e0 l\u00e0, Frankreich gedenkt. Weil das ja immer so super funktioniert hat. Zehn Jahre nach den Anschl\u00e4gen in Paris, bei denen 130 Menschen brutal ermordet wurden, steht nun wieder alles im Zeichen der gro\u00dfen offiziellen Betroffenheit. Kerzen, Schweigeminuten, sehr ernste Gesichter und ein Pr\u00e4sident, der bedeutungsschwangere Worte raunt, w\u00e4hrend er vermutlich innerlich hofft, dass die Kameras sein Profil von der Schokoladenseite einfangen.<\/p>\n<p>Emmanuel Macron, unser galanter Staatsmann mit dem Charme eines PowerPoint-Vortrags, hat zur \u201eWachsamkeit\u201c gemahnt. Ja, genau! Wachsamkeit! Wie in: \u201ePasst bitte besser auf als wir beim letzten Mal.\u201c Man fragt sich, was in den letzten zehn Jahren eigentlich passiert ist, au\u00dfer dass die Bev\u00f6lkerung mit Taschenscannern am Eiffelturm behelligt wird, w\u00e4hrend der internationale Waffenhandel weiter sprudelt wie Champagner auf einer Pariser Dachterrasse.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich sind Gedenkveranstaltungen wichtig. Schlie\u00dflich w\u00e4re es ja tragisch, wenn wir bei all der Schnelllebigkeit mal aufh\u00f6ren w\u00fcrden, uns an wichtige Dinge zu erinnern \u2013 wie z.\u202fB. dass wir mit jedem Vorschlaghammer an der T\u00fcr eines Fl\u00fcchtlingsheims angeblich unsere westlichen Werte verteidigen. Aber immerhin k\u00f6nnen wir sicher sein: So lange Emmanuel Macron uns sagt, dass wir aufpassen sollen, sind wir alle ganz, ganz sicher. Er hat sicherlich mindestens drei neue Begriffe f\u00fcr \u201eStrategie gegen Terror\u201c auf dem Teleprompter parat.<\/p>\n<p>Und w\u00e4hrend Frankreich also trauert, erinnert man sich auch daran, wie geeint und stark das Land nach den Anschl\u00e4gen war. F\u00fcr exakt f\u00fcnf Minuten. Danach ging&#8217;s zur\u00fcck zu \u201eAh, baguette, fromage und vielleicht ein bisschen Islamophobie.\u201c Aber keine Sorge, der Kampf gegen Dschihadismus wird jetzt richtig ernst genommen \u2013 bestimmt noch ernster als letztes Jahr. Und das Jahr davor. Und nat\u00fcrlich wird niemand auf dieser emotionalen Trag\u00f6die politische Grabenk\u00e4mpfe austragen. Niemals. Sacr\u00e9 bleu, wer w\u00fcrde denn so etwas tun!<\/p>\n<p>Also z\u00fcnden wir die Kerzen an, falten die H\u00e4nde \u2013 und hoffen, dass Macron nicht wieder versucht, Sympathiepunkte zu sammeln, indem er wahlweise einen traurigen Blick aufsetzt oder symbolisch den Innenhof fegt. Paris gedenkt \u2013 und wir g\u00e4hnen synchron dazu. Aber hey, immerhin gibt\u2019s sch\u00f6ne Bilder f\u00fcr den Newsfeed. #NieWieder #BisZumN\u00e4chstenMal<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Oh l\u00e0 l\u00e0, Frankreich gedenkt. Weil das ja immer so super funktioniert hat. Zehn Jahre nach den Anschl\u00e4gen in Paris, bei denen 130 Menschen brutal ermordet wurden, steht nun wieder alles im Zeichen der gro\u00dfen offiziellen Betroffenheit. 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