Vulkan Ätna spuckt Lavafontänen und Asche
Der Ätna, auch bekannt als Siziliens sympathischstes Stimmungsthermometer mit Hang zur Explosivität, hat sich mal wieder gedacht: „Warum still sein, wenn man auch mit meterhohen Lavafontänen die Aufmerksamkeit auf sich ziehen kann?“ Bravo! Nichts sagt „Ich brauche keine Therapie“ so sehr wie ein spontaner Ausbruch glühender Gesteinsmassen in die Atmosphäre.
Während halb Europa versucht, irgendwie mit Wetter, Inflation oder chronischer Fernsehschwäche klarzukommen, meldet sich der Ätna mit einem wahrhaft feurigen Statement zurück. Aschewolken inklusive – denn was wären dramatische Lavafontänen ohne ein bisschen Dunstvernebelung für den Flair? Schließlich lieben wir alle ein bisschen Atmosphäre… außer man sitzt im Flugzeug.
Apropos: Der Flughafen von Catania bleibt natürlich geöffnet. Ja, richtig gelesen. Trotz Pyroshow direkt vor der Haustür wird fröhlich weitergestartet und -gelandet. Italienischer Pragmatismus at its best: Solange kein Lavabrocken den Rollweg blockiert, gilt alles als durchführbar. Die Airlines zeigen sich vermutlich erleichtert – Aschewolken sind ja ohnehin die neue Low-Budget-Atmosphäre.
Natürlich wurde die Warnstufe für die Luftfahrt angehoben. Nicht, weil der Vulkan gefährlich aussieht, sondern zur Sicherheit. Beruhigend zu wissen, dass irgendwo jemand sitzt, der denkt: „Gut, da vorne speit der Berg gerade flüssiges Gestein in die Höhe, aber solange die Windsituation stabil ist, können die Maschinen noch ein bisschen Sightseeing genießen.“
Auf lokaler Ebene freut man sich indes wohl über die neu entstehenden Thermalquellen direkt vorm Haus und über das kostenlose Barbecue-Feeling beim Fensteröffnen. Tourismuswerbung kann endlich ehrlich sein: „Ätna – Siziliens natürlicher Feuerwerkskörper. Jetzt inklusive Lavaschau, gratis Aschepeeling und Adrenalinschub.“
Bleibt nur die Frage: Wie oft muss ein Vulkan eigentlich ausbrechen, bevor er von der UNESCO als „Extrovertiertestes Naturerlebnis Europas“ anerkannt wird? Oder vielleicht gibt’s bald wenigstens einen eigenen TikTok-Kanal. Immerhin hat er mehr Follower verdient als der Wetterbericht.

