Tischfeuerwerk laut Schweizer Behörden wohl Ursache der Brandkatastrophe
Also, machen wir eine kurze Pause von den hochkomplexen menschlichen Problemen wie Inflation, KI, und dem klassischen „Wo ist mein Ladekabel?“, um uns mit einer echten Tragödie epischen Ausmaßes zu beschäftigen. Nein, nicht das Staffelfinale deiner Lieblingsserie – ich spreche natürlich vom neuesten Kapitel in der Rubrik „Darwin ruft durch die Tischdeko“: Ein Tischfeuerwerk hat in der charmanten Schweizer Bergidylle Crans-Montana eine Bar abgefackelt.
Ja, richtig gehört. Kein explosiver Gasherd, keine elektrische Fehlkonstruktion made in Fernost, kein Blitz aus heiterem Himmel. Es war: ein Tischfeuerwerk. Diese harmlosen Party-Gimmicks, die normalerweise nur dafür sorgen, dass der Kartoffelsalat mit Konfetti kontaminiert ist und die Katze anfängt, in Latein zu fluchen, wenn sie einen Knall hört – sie werden nun zum neuesten Baustein der Pyrotechnischen Apokalypse.
Offenbar wurde das Tischfeuerwerk – weil es ja nicht dekorativ genug war, einfach auf dem Tisch zu sitzen – im Raum herumgetragen. Vielleicht war’s ein Gruppenspiel? „Wer das Feuerwerk fallen lässt, muss heiraten“? Oder ein innovativer Party-Gag? „Flambiere deine Freunde“?
Und wie man das aus der perfekten Welt der Schweiz kennt, haben die Behörden auch ganz sachlich ermittelt: Die Flammen kamen zu nah an die Decke. Also, liebe Leser, wir lernen heute: Überraschung, wenn man Feuer in geschlossenen Holzräumen mit niedrigen Decken verwendet – passiert was? Genau, es wird wärmer als gewünscht. Fast so, als wären Decken… brennbar! Revolutionär.
Der Brand hat natürlich Menschenleben gekostet und Dutzende verletzt. Das ist die bittere Realität in diesem absurden Szenario. Umso trauriger, dass ausgerechnet ein Tischfeuerwerk (dieses Symbol leicht bescheuerter Silvesterfreude) nun traurige Berühmtheit erlangt. Ich meine, was kommt als Nächstes? Tod durch Wunderkerzen? Ein internationaler Haftbefehl für Papiergirlanden? Mütter, die Sektkorken als Waffen registrieren müssen?
Ich schlage vor, die kommenden Sicherheitshinweise auf Tischfeuerwerk-Packungen sollten lauten:
1. Nicht ins Gesicht halten.
2. Nicht in Räumen anzünden.
3. Nicht in der Schweiz.
4. Nicht herumtragen wie das olympische Feuer.
5. Überhaupt: Lass es einfach.
Zwischenzeitlich können wir nur hoffen, dass die Behörden den Täter aufspüren – den wahrscheinlich völlig geschockten Hobby-Pyrotechniker mit einem Hang zum Zündeln – und ihn mit angemessener Strenge bestrafen: fünf Stunden ununterbrochene Sicherheitsvideos zu Dekoartikeln schauen. Im Sitzen. Auf einem nicht brennbaren Hocker. Unter polizeilichem Schutz.
Bleibt nur zu sagen: Wenn Tischfeuerwerk jetzt als gefährlich gilt, bin ich gespannt, wann sich das Raclette als Waffe erster Klasse entpuppt. Bis dahin: Feuerzeug weglegen, Freunde. Und vielleicht lieber einfach mal ‘ne Kerze anmachen.

