Schnee und Eis sorgen für Verkehrschaos in Europa

Dramatische Entwicklung in Europa: Es ist Winter. Ja, auch in diesem Jahr hat es die Natur wieder gewagt, Schnee im Dezember über den Kontinent zu streuen – ein absolut unerwartetes Ereignis, mit dem natürlich niemand hätte rechnen können. Wie auch? Immerhin passiert das ja nur jedes Jahr.

In Paris hat man den Busverkehr eingestellt. Verständlich, denn wer rechnet schon damit, dass man bei Schneefall Räumfahrzeuge braucht? Oder Streusalz! Oder überhaupt eine Jacke! Stattdessen zieht man dort offensichtlich den Plan B aus der Tasche: schulterzuckendes Kapitulieren und hoffen, dass der Schnee irgendwann von alleine verschwindet, wie ein unangenehmer Ex bei einem Klassentreffen.

Die Niederlande — das Land, das sprichwörtlich Fahrrad fährt, bis es schneit. Da wurden kurzerhand reihenweise Flüge gestrichen. Schade – keine Massen von orangefarbenen Rollkoffern auf dem Weg in wärmere Gefilde. Tatsächlich wurde wohl festgestellt, dass Flugzeuge bei gefrorenem Zustand nicht fliegen. Schockierend! Vielleicht sollte man da mal die Technik überprüfen… Nach dem Frühling.

Deutschland hingegen steht noch vor dem Schlimmsten. Schnee ist angesagt, und zwar mehr davon. Gut, dass bundesweit immer schon ein perfekter Plan existiert: Erstmal überrascht stellen, dann den Verkehr zusammenbrechen lassen, anschließend ein Ministerinterview, und abschließend ein “Wir müssen uns besser vorbereiten”-Statement, das dann bis zum nächsten Urlaub im Sommer auch zuverlässig ignoriert wird.

Amüsant ist auch das kollektive mediale Staunen: “Schnee im Dezember! Chaos in Europa!” Ja, wirklich absurd. Wir sollten schleunigst eine Studie in Auftrag geben. Vielleicht mit dem Titel: „Warum ist der Winter jedes Jahr so überraschend?“ Finanzierung? Ach, da fällt dem Staat schon was ein. Zur Not kürzen wir wieder das Budget für die Schneeräumdienste – hat ja letztes Jahr auch super geklappt.

In diesem Sinne: Viel Spaß im Schnee, bleibt cool (Wortspiel beabsichtigt), und denkt dran – Sommerreifen im Winter sind wie ein Regenschirm bei Sturmflut – optimistisch, aber nutzlos.