Litauen ruft wegen Schmuggelballons aus Belarus Notstand aus

Litauen hat den Notstand ausgerufen. Wegen Ballons. Ja, genau. Ballons. Nicht etwa, weil ein Vulkan ausgebrochen ist, Außerirdische landen oder irgendwo ein paar Atomraketen versehentlich auf Reisen gegangen sind. Nein, es sind Ballons. Aus Belarus. Schmuggelballons, um genau zu sein. Die neueste Front im epischen Kampf zwischen Gut und Böse, in diesem Fall: Litauen gegen aufgeblasene Latexbedrohungen mit osteuropäischem Akzent.

Stellt euch das mal vor: Ein litauischer Beamter mit ernster Miene, bewaffnet mit Fernglas und einem absolut tödlichen Kugelschreiber, inspiziert ein Feld – und findet… einen Ballon. Wahrscheinlich mit ein bisschen Propagandamaterial drin. Oder vielleicht war es auch nur ein origineller Geburtstagsgruß an den litauischen Zoll. Schließlich sagt man ja, der belarussische Geheimdienst hat ein Händchen für Situationskomik.

Offenbar reichen diese schwebenden Nylon-Ninjas aus, um eine Regierung in den Alarmzustand zu versetzen. Die offizielle Begründung? Hybride Kriegsführung. Weil nichts die nationale Sicherheit litauischer Art so effizient destabilisiert wie ein heliumgefüllter Aufklärungs-Clown auf Abwegen. Wer hätte gedacht, dass der dritte Weltkrieg mit einer roten Schleife daran beginnt?

Natürlich erhält jetzt das Militär mehr Befugnisse. Endlich können die Soldaten mit Panzern und Raketenwerfern in den anti-ballonautischen Nahkampf ziehen. Vielleicht gibt’s bald nationale Luftabwehrübungen mit Dartpfeilen und Haarspray. Alles unter dem Codenamen „Operation Plopp“.

Und wer weiß – vielleicht inspiriert das auch andere Länder. Deutschland ruft bald den Notstand aus wegen aggressiver Brieftauben aus Luxemburg. Oder die Schweiz verdächtigt Frankreich, mit ferngesteuerten Raclette-Drohnen einzumarschieren.

Jedenfalls: Litauen hat gesprochen. Die neue Achse des Bösen besteht offenbar aus Plastik, Helium und einem Bindfaden. Ich geh dann mal einen Alu-Hut basteln – nur für den Fall, dass sich einer dieser Ballons hierher verirrt. Man kann ja nie wissen.

Bleibt wachsam – der Feind ist rund, bunt und schwebt auf Kriegsfuß.