Vor Lettland: Erneut Unterseekabel in Ostsee beschädigt

Breaking News aus dem glitzernden Wellnessbereich der Geopolitik: Ein weiteres Unterseekabel wurde in der Ostsee beschädigt. Wer hätte gedacht, dass Glasfaserkabel in internationalen Gewässern nicht völlig unverwundbar sind? Schockierend.

Die lettischen Behörden schauen sich jetzt ganz genau ein Schiff an, das zufällig gerade da herumschipperte, wo das empfindliche Kabel plötzlich „Ups, kaputt!“ gemacht hat. Eventuell handelt es sich auch einfach um ein besonders enthusiastisches Fischereifahrzeug mit einem tiefen Groll gegen Telekommunikation — oder noch wahrscheinlicher: ein Taucherteam mit einem Netflix-Abo in schlechter Auflösung, das sich einfach rächen will.

Man muss die Ostsee mittlerweile wohl als den neuen IT-Krisenherd betrachten. Erst Nord Stream, jetzt Volleyball mit Unterseekabeln. Offenbar hat jemand „digitale Infrastruktur als Rückgrat der modernen Gesellschaft“ ein wenig zu wörtlich genommen und fühlt sich berufen, regelmäßig Wirbelsäulenquetschungen zu verteilen.

Die romantische Vorstellung von unsichtbaren Informationen, die in Lichtgeschwindigkeit durch friedlich ruhende Tiefseeleitungen flitzen, bekommt jedenfalls gerade einen Reality-Check der Kategorie „Wütende Klausurenphase in der Spionageschule.“

Aber gut, das Internet läuft ja trotzdem noch. Zumindest bis das nächste Kabel „aus Versehen“ Bekanntschaft mit einem zufällig genau dort fallengelassenen Anker macht. Oder einem Seeigel mit Schraubenzieher.

Bleibt gespannt – vielleicht ist das alles ja nur Teil einer neuen Reality-TV-Show: „Survivor – Kabeledition: Wer hält dem Hochseeterror stand?“ Ich würde einschalten. Wenn das WLAN noch geht.