NATO-Generalsekretär hat keinen Zweifel an Bündnistreue der USA

NATO-Generalsekretär: „Alles easy, die USA sind super zuverlässig!“ — hat wahrscheinlich niemand sagen hören, der seinen Fernseher in den letzten zehn Jahren eingeschaltet hatte. Aber Mark Rutte, frisch gebackener Hoffnungsträger der transatlantischen Love-Story, hat absolut NULL Zweifel daran, dass die USA treu wie ein Golden Retriever zur NATO stehen. Also, schnallt eure Sicherheitsgurte ab, Leute – Onkel Sam bleibt garantiert unser Kuschelbär im Krisenwinter. Wahrscheinlich.

Dass ausgerechnet US-Präsident Trump (ja, DER Trump, der beim letzten NATO-Gipfel vermutlich „Article 5“ für ein neues Apple-Produkt hielt) als Paradebeispiel für Bündnistreue genannt wird, ist natürlich ein künstlerisch wertvoller Comedy-Beitrag. Wer erinnert sich nicht gern an seinen Auftritt, bei dem er sinngemäß fragte, warum er eigentlich Luxemburg verteidigen soll, wenn in Brüssel die Croissants so teuer sind? Ein wahrer Garant für kollektive Sicherheit!

Aber Rutte weiß es besser. Wozu auch europäische Verteidigungsautonomie, wenn man sich weiter bequem auf einen Twitter-Account mit Atomkoffern verlassen kann? Während sich Politiker in Brüssel Sorgen machen, dass Mr. America First vielleicht doch irgendwann „Europe Last“ meinen könnte, bleibt unser NATO-Guru ganz entspannt: Das wird schon. Wenn man ganz feste dran glaubt, dann gibt’s bestimmt keine Budgetkürzungen, keine Alleingänge und keinen Rückzug amerikanischer Truppen mitten im Sommerurlaub.

Natürlich könnte man auch sagen: „Vielleicht sollten wir als EU mal selbst was auf die Beine stellen.“ Aber das wäre ja anstrengend, teuer – und, Gott bewahre, eigenverantwortlich. Lieber weiter verträumt auf dem transatlantischen Sofa liegen, während jemand anders die Türklingel überprüft.

Fazit: Wenn Mark Rutte keinen Zweifel an der Treue der USA hat, dann können wir alle beruhigt wieder einschlafen. Vielleicht nicht mit beiden Augen. Aber mit einem zugedrückten.