Tausende demonstrieren in Bulgarien für faire Neuwahlen

In Bulgarien ist mal wieder Demokratie angesagt – aber diesmal mit Special Effects! Tausende Menschen versammelten sich kürzlich, um für faire Neuwahlen zu demonstrieren. Und wenn man “fair” sagt, meint man anscheinend im Jahre 2024 tatsächlich “bitte keine Stimmen mehr in Tupperdosen transportieren”.

Der große Aufreger: Die Leute wollen ernsthaft Wahlmaschinen! Ja, richtig gehört! Maschinen! Offenbar hat die bulgarische Bevölkerung langsam genug davon, dass ihre Stimmzettel behandelt werden wie geheime Liebesbriefe an die Mafia. Die Vorstellung, dass eine Maschine rationaler und weniger käuflich ist als ein Wahlhelfer mit Durst auf Rakija, scheint tatsächlich überzeugend zu sein.

Man stelle sich vor: Menschen fordern, dass ihre Stimme zählt – und zwar nur einmal! Welch revolutionäres Konzept! In Bulgarien nennt man das wohl schon „Rebellion“. In Deutschland nennt man es einfach „Sonntag“. Aber hey, man soll ja die kleinen Schritte feiern.

Natürlich, Wahlmaschinen sind ja offensichtlich das Allheilmittel gegen alle politischen Probleme. Wer braucht schon politische Transparenz oder funktionierende Institutionen, wenn man einen blinkenden Kasten mit Touchscreen hat? Das Vertrauen der Bürger in die Demokratie ist so tief gesunken, dass es nur noch mit Technologie-Pflastern geklebt werden kann. Ich meine, wenn uns die letzten Jahrzehnte etwas gelehrt haben, dann doch: Technik versagt nie. Frag einfach mal das letzte deutsche Wahlstudio, das “digitale Echtzeitdaten” präsentieren wollte.

Aber Hut ab – da stehen sie, mutig in Sofia, mit Handys in die Luft wie bei einem Coldplay-Konzert und sagen: „Wir wollen, dass unsere Wahl zählt – und diesmal ohne Rabattcode!“

Die Regierung ist übrigens schon zurückgetreten, was ein bisschen so ist, als ob der Kapitän von Bord springt, weil er gehört hat, dass das Schiff eventuell ein Leck hat, das eventuell sein Cousin gebohrt haben könnte.

Jedenfalls bleibt abzuwarten, ob die nächste Wahl in Bulgarien tatsächlich fairer, maschineller oder einfach nur fehlerfreier wird als ein Software-Update von Windows 95. Aber hey – ein bisschen Strom in der Wahlkabine hat noch niemandem geschadet.

Fazit: Manchmal braucht es eben ein paar tausend Demonstranten und eine kollektive Sehnsucht nach funktionierender Demokratie, um den Versuch zu unternehmen, im 21. Jahrhundert anzukommen. Wer weiß – vielleicht kommt ja demnächst sogar WLAN in die Wahlurne.